Das Graser Bamberger Braunbier ist eine historische Bierspezialität aus Bamberg, die von Matthias Trum (dem Inhaber und Braumeister der berühmten Hellerbräu / Schlenkerla) ins Leben gerufen wurde. Die Rezeptur basiert auf den handschriftlichen Sudprotokollen seines Ur-Ur-Urgroßvaters Konrad Graser aus dem 19. Jahrhundert.
Das besondere Brauverfahren (Maischeteigen):
Das Besondere an diesem Braunbier ist das heute kaum noch praktizierte historische Verfahren des Maischeteigens. Dabei wird die Maische (das geschrotete Malz gemischt mit Wasser) besonders lange gewässert und ruhen gelassen, sodass sie wie ein Teig aufquillt. Durch diese lange Einwirkzeit lösen sich außergewöhnlich viele Inhaltsstoffe und Aromen aus dem Malz, was dem Bier seinen tiefen, charaktervollen Geschmack verleiht.
Sensorik und Geschmacksprofil:
Optik: Im Glas präsentiert es sich in einem klaren, tiefen Bernstein- bis Hellbraunton. Gekrönt wird es von einer feinen, cremigen, off-white Schaumkrone.
Geruch: In die Nase steigt ein kräftiger, röstmalziger Duft. Es dominieren Aromen, die an frisch gebackene Roggenbrotkruste, dunkle Nüsse und eine subtile Note von Lakritz erinnern.
Geschmack & Mundgefühl: Trotz der malzigen Basis ist das Bier nicht süß. Schon beim ersten Schluck zeigt sich ein markanter Röstmalzschwall mit würzigen, getreidigen Noten. Neben Nuancen von Brotkruste lassen sich auch leicht herbe Beerenfrüchte herausschmecken. Der Körper ist angenehm weich und ausgewogen, getragen von einer sehr dezenten, sortentypisch niedrigen Kohlensäure (Rezenz).
Abgang: Das Geschmackserlebnis wird im Abgang von einer feinen, harmonisch eingebundenen Hopfenbittere abgerundet. Es verabschiedet sich halbtrocken und angenehm würzig-herb.
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