Wenn du beim Schorsch Weizen 13 ein klassisches, spritziges Frühstücksweizen erwartest, solltest du dich anschnallen: Das hier ist flüssiges Dynamit aus Franken. Die Brauerei Schorschbräu aus Gunzenhausen ist weltberühmt für ihre extrem starken Biere, und das Schorschweizen ist ihr Statement in Sachen Weizenbier.
Optik & Mundgefühl
Aussehen: Tiefdunkel, fast wie Kastanie oder dunkler Bernstein, oft mit einer leichten Trübung.
Schaum: Da der extrem hohe Alkoholgehalt die Oberflächenspannung zerstört, hat es kaum Schaum. Es erinnert im Glas eher an einen Likörwein oder Portwein.
Textur: Es ist schwer, ölig und viskos. Wenn du es im Glas schwenkst, bilden sich "Kirchenfenster" (Schlieren), wie man es von schwerem Rotwein kennt.
Aroma & Geschmack
Vergiss die Spritzigkeit eines normalen Hefeweizens. Hier regiert die geballte Ladung Malz:
In der Nase: Intensive Noten von Dörrobst (Pflaumen, Rosinen), dunklem Karamell und einer deutlichen, wärmenden Alkoholpräsenz. Die typische Banane eines Weizens ist da, aber sie ist eher "überreif" oder flambiert.
Am Gaumen: Eine Wucht. Es schmeckt extrem malzsüß, feurig und komplex. Man findet Nuancen von Sherry, Kirschen und Marzipan. Die Rezenz (Kohlensäure) ist sehr niedrig, was den schweren, wärmenden Charakter unterstreicht.
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